Von der ICD-10 zur ICD-11

Die ICD-11 wurde im Mai 2019 auf der 72. WHO-Versammlung verabschiedet. Sie wird voraussichtlich im Januar 2022 in Kraft treten. Nach einer Übergangszeit von 5 Jahren soll dann ausschließlich mit der ICD-11 kodiert werden. Die elfte Revision [1] der ICD bringt zahlreiche Änderungen und Anpassungen an das DSM mit sich. Dafür wurde sie komplett wissenschaftlich überarbeitet.

Zielsetzung sind die strukturelle Umgestaltung mit Verbesserung der Struktur, die technische Umstellung und Digitalisierung, erleichterte Übersetzung in andere Sprachen, wissenschaftliche Aktualisierung, Anbindung an andere Klassifikationssysteme, bessere Vergleichbarkeit der Diagnosen von ICD und DSM, Vereinfachung der Pflege und Aktualisierungen, Anpassung an die Anwendung in der Praxis, erhöhte Nutzerfreundlichkeit sowie bessere Definitionen, Beschreibungen und zusätzliche Hinweise.


Gründe für die Revision

→ Die ICD-11 wurde von einem Buch (ICD-10 und Vorgängerversionen) zu einer elektronischen Plattform umgestaltet.

  • Die weltweite Zielsetzung der 11. Revision ist die detailliertere Beschreibung von Krankheits-/ Störungsbildern sowie Erfassung von Daten zu Krankheits-/ Todesfällen.
  • Durch die Angleichungen an das DSM werden Diagnosen weltweit vergleichbarer.
  • In der ICD-10 wurden die Klassentitel der Gruppen jeweils mit ihrem Codebereich angezeigt, in der ICD-11 werden die Gruppen ohne Codebereich
  • Mehrfachkodierung («cluster coding») mit primären Codes und/ oder sekundären Zusatzcodes ist jetzt möglich.

Entstehung der 11. Auflage

Für die Überarbeitung wurden internationale Experten eingebunden, die weltweit miteinander vernetzt sind. Technisch innovativ beeindruckt der Einsatz von Onlineplattformen. Hierzu wurde eine spezielle Autorenplattform konzipiert, auf der die ICD-11 im Internet bearbeitet werden kann. Zudem existieren eine Vorschlags- und Kommentierungsplattform. Hier kann jeder medizinisch Interessierte nach erfolgter Registrierung Vorschläge zur Überarbeitung, Pflege und Aktualisierung übermitteln. Dank dieser neuen Technologien können sich viel mehr Personen beteiligen und dies ist von überall aus der Welt möglich (ein Internetzugang vorausgesetzt). Beteiligt sind zahlreiche Institutionen und Spezialisten aller WHO-Länder, die in verschiedenen Themenbeiräten organisiert sind. Alle eingehenden Vorschläge (mehr als 10 000) werden beachtet und begutachtet.

Dies erklärt u. a. auch den langen Zeitraum, den es seit den ersten Planungsschritten in 2001 für die Neuauflage gebraucht hat. Der Überarbeitungsprozess fand in mehreren Phasen statt. Aus Lenkungsgruppen entstanden Beratungsgruppen und diese arbeiteten mit internationalen wissenschaftlichen Gesellschaften sowie verschiedenen Abteilungen der WHO zusammen. Hierfür war sowohl eine finanzielle als auch logistische Unterstützung notwendig.


Pro und Contra der Überarbeitung

Vorteil:

  • Höhere Flexibilität: Die ICD-11 bietet dem Anwender bei der Kodierung und Findung von Diagnosen mehr Möglichkeiten.

Nachteil:

  • Höhere Komplexität: Obwohl das Ziel der Überarbeitung eine Erhöhung der Anwenderfreundlichkeit war, ist die ICD-11 wesentlich anspruchsvoller als vielleicht erwartet.

ICD-11-Browser

Es existieren unterschiedliche Browser. Dies erscheint zunächst verwirrend, aber Sie brauchen immer nur auf die Farben achten! Der statische ICD-10-Browser erscheint in der Leitfarbe grün. Die Browser der ICD-11-Fassung sind blau und orange gekennzeichnet:

  • ICD-11 MMS (Mortality and Morbidity Statistics): aktuelle Version der ICD-11 als eine Art erstarrte Fassung («frozen release») mit der Leitfarbe blau.
  • ICD-11 (Maintenance Platform): Arbeitsseite der WHO, auf der auch die deutsche Übersetzung durch das BfArM stattfindet mit der Leitfarbe orange.

Aufbau der ICD-11

Im Rahmen der 11. Revision wurden sämtliche Kapitel, Gruppen und Unterkategorien der ICD-10 überprüft und mit aktuellen medizinischen Erkenntnissen ergänzt.

Teilweise wurden diese für die ICD-11 auch neu festgelegt. Die Hierarchie zeigt auf den ersten Blick wenige Unterschiede. Jedoch hat sich insbesondere im Bereich der psychischen Störungen aufgrund der Anpassungen an das DSM-5 relativ viel verändert.

Die Kapitel werden nun mit arabischen statt mit römischen Ziffern bezeichnet werden. Teils wurden die bisherigen Kapitel nur ergänzt, es sind im Zuge der Revision aber auch neue hinzugekommen.

  • Aus dem Kapitel V der psychischen und Verhaltensstörungen mit den Zahlencodes F00-F99 in der ICD-10 wird in der ICD-11 das Kapitel 06 mit den psychischen, Verhaltens- und Neuroentwicklungsstörungen.
  • Schlafstörungen werden nun in einem neuen Kapitel 07 (Schlaf-Wach-Störungen) geführt.
  • Bedingungen und Zustände bezogen auf die sexuelle Gesundheit werden in einem neuen Kapitel 17 (Bedingungen und Zustände bezogen auf die Sexualität) zusammengefasst.

Arbeiten mit der ICD-11

In der ICD-11 befinden sich (im Gegensatz zur ICD-10) Dreiecksymbole vor den Kapitelbezeichnungen. Diagnosen werden nun i.d.R. ohne Kodierung dargestellt. Die Codierung findet man nun durch Anklicken eines Dreiecks.

Zu jedem Kapitel gehören jeweils auch zwei Restklassen:

  • Z = sonstige näher bezeichnete Krankheiten
  • Y = sonstige nicht näher bezeichnete Krankheiten

Diese werden in der ICD-11 rot dargestellt.

Über die Suchfunktion im ICD-11-Browser kann beispielsweise nach Klassentitel, Inklusiva, Synonymen und Unterkategorien gesucht werden. Mit Hilfe der erweiterten Suche können gezieltere Informationen abgerufen werden. Über einen Button (“Details”) können weitere Unterelemente angezeigt werden.


Elemente

  • Datenbasis-ID («Foundation»): numerisch, ausgegraut
  • Codes:
    • für Kategorien
    • für Klassentitel (unterstrichen)
  • Elternelement («Parent»): wird verlinkt mit der Option, alle Elterngenerationen anzeigen zu lassen (wenn vorhanden)
  • Definitionen
  • ICD-10-Code: wird mit grünem Feld unter dem Parent-Feld rechts verlinkt (wenn vorhanden)
  • Exklusiva (ausgeschlossene Diagnosen, mit Verlinkung)
  • Inklusiva (inkludierte Diagnosen)
  • Alphabet-Einträge («All Index Terms»): mit bestimmten Informationen, können ausgeblendet werden
  • Subklassifikationsliste oder Zusatzcodes («Post coordination»): damit können Zusatzinformationen ergänzt werden

Kodierwerkzeug

Mit beiden ICD-11-Browsern gelangt man über Schaltflächen zum ICD-11 Coding Tool (dem Kodierwerkzeug für die ICD-11 MMS). Durch Eingabe der ersten 3 Buchstaben eines Suchbegriffs wie z. B. «dep» für Depressionen beginnt das Tool mit der Suche und zeigt die Ergebnisse in 3 Spalten an:

  • Spalte 1: Anzeige einer Vorschlagsliste mit Bezeichnungen
  • Spalte 2: Anzeige passender Codes
  • Spalte 3: Anzeigen der Fundstellen in den Kapiteln mit erweiterter Suchfunktion (Kapitel können hierbei für die Suche ein- oder ausgeblendet werden!)

Neuerungen in der ICD-11

Neue, flexiblere Architektur: Vernetzung mit anderen Klassifikationssystemen/ Terminologien und Einsatz in unterschiedlichen Anwendungsbereichen:

  • «Foundation»: technische Struktur und Zusammenführung aller Informationen in einer Datenbasis
  • «Linearizations»: anwendungsspezifische Fassungen
  • zwei ergänzende Abschnitte
  • Funktionsbewertungen und Erweiterungscodes

Neue Kodierung:

  • Allgemeines:
    • alphanumerisch (Zahlen und Buchstaben)
    • mindestens vier- und bis zu sechsstellig
    • Vor einer 5. Stelle steht ein Punkt.
    • Codes von Kategorien sind vierstellig.
    • Es gibt zwei Stufen von Unterkategorien (Subkategorien) mit fünf- bzw. sechsstelligem Kode.
  • 1. Stelle: Bezeichnet des Kapitels. Für die Kapitel mit einstelliger Nummer ist das die Kapitelnummer (1-9). Kapitel mit zweistelliger Nummer werden mit den Buchstaben A-R (Kap. 10-25) und T (Kap. 27) bezeichnet.
  • 2. Stelle: Enthält nur Buchstaben, alle anderen Stellen können Ziffern oder Buchstaben enthalten, also 0-9, A, B, C usw.
    • Jedes Kapitel beginnt auf der 2. bis 4. Stelle mit der Zeichenfolge A00, es wird dann hochgezählt: A01, A02, A03 usw. bis A99.
  • 3. Stelle: Besteht zur Vermeidung von Wortbildungen zwingend aus einer Ziffer.
  • 4. Stelle: kann Ziffern oder Buchstaben enthalten
  • 5. und 6. Stelle: Zur Differenzierung sind bis zu zwei weitere Stellen zu finden (Ziffern oder Buchstaben), abgetrennt durch einen Punkt. Diese bezeichnen die Subkategorien.
  • Zusatzcodes aus Kap. X sind «Extension Codes» mit spezifischen Zusatzinformationen. Sie beginnen ebenfalls mit X.
  • Die Buchstaben I und O sind grundsätzlich ausgespart, da eine Verwechslungsgefahr mit 1 und 0 besteht!
  • Die Buchstaben Y und Z kennzeichnen Restklassen. Sie stehen für «sonstige näher bezeichnete» und «nicht näher bezeichnete» Krankheiten. Restklassen dürfen nur an letzter Kodeposition stehen und werden im ICD-11-Browser rot
  • Ausgegraute Strukturen («grey children») sind einer anderen Klasse zugeordnet und können ein- oder ausgeblendet werden.

Codeketten in der ICD-11

In der ICD-10 wurde das Kreuz-Stern-System zur Darstellung von Ursachen und Manifestation einer Erkrankung genutzt. Dieses wird in der ICD-11 durch eine Mehrfachcodierung (vordefiniertes «Cluster coding») mit optionalen und/oder obligatorischen Zusatzinformationen ersetzt. Mit dem Prinzip des Cluster codings werden wenige Basiskodes jeweils durch zusätzliche Codes spezifiziert. So können alle zur Beschreibung erforderlichen Einzelcodes zu einer Codekette («code string») verbunden werden. Die Codes werden dabei durch das Sonderzeichen & (und) getrennt.


Übersicht der ICD-11

06 Psychische, Verhaltens- oder Neuroentwicklungsstörungen

Störungen der neuronalen und mentalen Entwicklung

  • Störungen der intellektuellen Entwicklung (Intelligenzminderung)
  • Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache
  • Autismus-Spektrum-Störungen
  • Störungen der Lernentwicklung
  • Störungen der motorischen Entwicklung
  • Aufmerksamkeitsstörungen (z. B. ADHS)
  • Stereotype Bewegungsstörungen

Schizophrenie-Spektrum- und andere primär psychotische Störungen

  • Schizophrenie
  • Schizoaffektive Störungen
  • Akute vorübergehende psychotische Störung
  • Wahnhafte Störungen
  • Symptommanifestationen von primär psychotischen Störungen

Katatonie

  • Katatonie assoziiert mit anderen psychischen Störungen
  • Katatonie induziert durch Substanzen oder Medikamente

Affektive Störungen (Störungen der Stimmung)

  • Bipolare oder verwandte Störungen
  • Depressive Störungen

Angststörungen (Ängste oder furchtbezogene Störungen)

  • Generalisierte Angststörung (GAS)
  • Panikstörung
  • Agoraphobien
  • Spezifische Phobien
  • Soziale Angststörung
  • Störung mit Trennungsangst
  • Selektiver Mutismus

Zwangsstörungen oder verwandte Störungen

  • Zwangsstörungen
  • Körperdysmorphe Störungen (KDS)
  • Eigengeruchsstörung
  • Hypochondrie
  • Pathologisches Horten
  • Sich wiederholende körperbezogene Verhaltensweisen (z. B. Trichotillomanie, Nägel- und Nagelbettkauen)

Störungen speziell verbunden mit Belastungen

  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
  • Komplexe posttraumatische Belastungsstörung (KPTBS)
  • Länger andauernde Trauerstörung (pathologische Trauer)
  • Anpassungsstörungen
  • Reaktive Bindungsstörungen
  • Bindungsstörung mit Enthemmung

Dissoziative Störungen

  • Dissoziative Störungen mit neurologischen Symptomen
  • Dissoziative Amnesie
  • Trancezustände
  • Besessenheitszustände
  • Dissoziative Identitätsstörung
  • Partielle dissoziative Identitätsstörung
  • Entfremdungserleben (Depersonalisation, Derealisation)

Fütter- und Essstörungen

  • Anorexia nervosa
  • Bulimia nervosa
  • Binge Eating Störung
  • Vermeidend-restriktives Essverhalten (ARFID)
  • Pica
  • Ruminations- und Regurgitationsstörungen (Hochwürgen von Nahrung aus dem Magen und Aufstoßen)

Ausscheidungsstörungen

  • Enuresis (Bett-/ Hosennässen)
  • Enkopresis (Einkoten)

Somatische Belastungsstörung und verwandte Störungen

  • Somatische Belastungsstörungen
  • Körperidentitätsidentitätsstörung (KIIS: Ein Patient zeigt z. B. das intensive Gefühl, der Körper wäre «kompletter» nach der Amputation seiner Hand)

Störungen im Zusammenhang mit psychotropen Substanzen und abhängigen Verhaltensweisen

  • Störungen im Zusammenhang mit Substanzgebrauch (z. B. Nikotin)
  • Störungen im Zusammenhang mit abhängigen Verhaltensweisen (z. B. Computerspielstörungen)

Impulskontrollstörungen

  • Pyromanie
  • Kleptomanie
  • Zwanghaftes Sexualverhalten
  • Pathologischer Jähzorn

Disruptive oder Sozialverhaltensstörungen

  • Oppositionelles Trotzverhalten
  • Störung des Sozialverhaltens und dissoziale Verhaltensweisen

Persönlichkeitsstörungen und verwandte Merkmale

  • Persönlichkeitsstörungen (Schweregrade)
  • Persönlichkeitsstörungen (Merkmale und Muster, z. B. anankastische Persönlichkeitsstörung)

Paraphile Störungen

  • Störungen der Sexualpräferenz (z. B. sexuelle Fantasien mit Tieren)

Artifizielle Störungen

  • Artifizielle Störungen an sich selbst (z. B. Münchhausen-Syndrom, Krankenhaus-Hopper-Syndrom)
  • Artifizielle Störungen an anderen (z. B. Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom)

Neurokognitive Störungen (NCD)

  • Delirium
  • Leichte neurokognitive Störungen
  • Amnestische Störungen
  • Demenzen

Psychische und Verhaltensstörungen, verbunden mit Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

  • Ohne Auftreten von psychotischen Symptomen
  • Mit psychotischen Symptomen

Sekundäre psychische oder Verhaltenssyndrome verbunden mit Störungen oder Krankheiten, die anderenorts klassifiziert sind

  • Sekundäre Syndrome der Neuroentwicklung
  • Sekundäre psychotische Syndrome
  • Sekundäre affektive Syndrome
  • Sekundäre Angstsyndrome
  • Sekundäre Zwangssyndrome und verwandte Störungen
  • Sekundäre dissoziative Syndrome
  • Sekundäre Impulskontrollsyndrome
  • Sekundäre neurokognitive Syndrome
  • Sekundäre Persönlichkeitsveränderungen
  • Sekundäre Katatoniesyndrome

Andere psychische, Verhaltens- oder neuronale Entwicklungsstörungen

Psychische, Verhaltens- oder neuronale Entwicklungsstörungen, nicht näher bezeichnet

07 Schlaf-Wach-Störungen

(diese werden aus dem alten Kap. V der ICD-10 [Psychische und Verhaltensstörungen] herausgenommen, ergänzt und in einem neuen zusammengefasst)

  • Insomnie
  • Hypersomnie
  • Schlafbezogene Atemstörungen
  • Circadiane Schlaf-Wach Störungen
  • Schlafbezogene Bewegungsstörungen (z. B. Restless Legs-Syndrom)
  • Parasomnie

17 Bedingungen und Zustände bezogen auf die Sexualität

(diese werden aus dem alten Kap. V der ICD-10 [Psychische und Verhaltensstörungen] und Kap. XIV (Krankheiten des Urogenitalsystems) herausgenommen, ergänzt und in einem neuen zusammengefasst)

  • Sexuelle Dysfunktionen (z. B. Orgasmusstörungen)
  • Sexuelle Störungen mit Schmerzen (z. B. Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs bei der psychogenen Dyspareunie)
  • Ätiologische Überlegungen zu den Bedingungen und Zuständen bezogen auf die Sexualität
  • Geschlechtsidentitätsstörungen

Codieren mit der ICD-11

Möchten Sie den Code für eine Diagnose nach ICD-11 finden, gehen Sie zum Coding Tool der ICD-11: https://icd.who.int/ct11/icd11_mms/en/release [Abruf: 05.02.2021]   

Beispiele zur praktischen Anwendung:

  1. Angenommen, Sie stellen nach umfangreicher psychiatrischer Diagnostik fest, dass ihr Patient an einer einzelnen schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome Geben Sie das Wort «depression» in das Suchfeld ein und finden Sie den richtigen Code: 6A70.3 = Single episode depressive disorder, severe, without psychotic symptoms
  2. Wurde eine schizotype Störung diagnostiziert, geben Sie «schizotyp» ein und finden die korrekte Kodierung: 6A22 = schizotypal disorder
  3. Eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) finden Sie mit der Eingabe von «post»: 6B40 = Post traumatic stress disorder

Hinweis: Die Anwendung des Kodierwerkzeugs ist mit entsprechender Übung sehr leicht. Verzagen Sie also nicht und bleiben Sie dran! Sobald die deutsche Übersetzung vorliegt, werden Sie diese bzw. den Verweis darauf auf den Webseiten des BfArM [2] finden.


TIPP: Die Überprüfungen zur Psychiatrie & Psychotherapie orientieren sich derzeit noch an der ICD-10. Wenn die ICD-11 in Deutschland eingeführt wurde und sich etabliert hat, werden auch die Überprüfungen danach ausgerichtet. Bis dahin werden jedoch erfahrungsgemäß noch einige Jahre vergehen. Wir möchten jedoch, dass Sie optimal vorbereitet sind und dass sich der Übergang zur ICD-11 mit unseren Hinweisen für Sie etwas leichter gestaltet.

In diesem Lexikon haben wir die ICD-11 Diagnosen immer direkt nach den ICD-10-Diagnosen eingefügt. So können Sie auch nach der Prüfungsvorbereitung darauf zurückgreifen. Sobald die ICD-11 in Deutschland gilt, empfehlen wir jedoch die Arbeit mit dem Coding Tool, um das beste Ergebnis zu erzielen.


[1] prüfende Wiederdurchsicht/ Änderung

[2] BfArM – Startseite [Abruf: 05.02.2021]

Bildquelle: Foto von Black ice von Pexels